Interesse mit guten Texten wecken
Besser frischer Espresso als aufgewärmter Kaffee
KI-generierte Texte sind so fade wie aufgewärmter Kaffee

Mir als Texterin und Lektorin ergeht es ähnlich, wenn ich auf Texte stoße, die deutlich die Handschrift maschineller Übersetzung tragen oder mittels KI erstellt wurden – ohne gründliche Nachbearbeitung. Oder wenn sich „Lektoratsaufträge“ als KI-generierte Inhalte entpuppen.
Typisch für KI-generierte und maschinell übersetzte Texte
Die Tonalität ist verwirrend. Nach einem lockeren Einstieg in einen Blogbeitrag haben Sie plötzlich das Gefühl, sich auf Wikipedia verirrt zu haben. Oder aber der Text wechselt vom formalen „Sie“ plötzlich zum vertraulichen „du“ – und wieder zurück.

Fachbegriffe geraten durcheinander. Das englische Wort „rack“ hat viele Bedeutungen: Kleiderständer, Stange, Regal, Halter, Ablage, Schale, Rack oder Zahnstange. Im maschinell übersetzten Text über Regale könnte daher plötzlich das Wort Zahnstange auftauchen.

Leserfreundlich? Fehlanzeige! Wer kämpft sich schon gern durch einen Dschungel abstrakter Begriffe, die auf „heit“, „keit“ und „ung“ enden? Und wer behält im Gewirr aus Einschüben und vermeidbaren Nebensätzen noch die Nerven? Nichts wie weg hier, denkt man sich.
Unverständliche Redensarten. Die Übersetzung „Early bird catches the worm“ in DeepL & Co. ist gerade noch nachvollziehbar: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Die entsprechende deutsche Redewendung dafür ist „Morgenstund hat Gold im Mund.“ Dass bei der Übersetzung von Redensarten noch Luft nach oben ist, zeigt das nächste Beispiel: Im Artikel Coasting along by land, sea, air and shanks’s pony is a transport of delight von James Henderson geht es um eine Küstenwanderung in Australien. Doch weshalb taucht dort plötzlich das Pony eines gewissen Shanks* auf?
Auch Suchmaschinen mögen relevante Texte
KI-generierte oder maschinell übersetzte Texte können sich negativ auf die Positionierung einer Website in den Suchergebnissen von Google auswirken. Der Algorithmus von Google berücksichtigt dafür diverse technische und inhaltliche Faktoren. Laut SEMRUSH-Studie zu den Ranking-Faktoren 2024 ist die Relevanz eines Textes für die Suchabsicht der wichtigste Aspekt, um in den Suchergebnissen möglichst weit oben zu erscheinen. Textqualität ist dafür ebenfalls wichtig. Umgekehrt gilt: Hohe Absprungraten signalisieren dem Algorithmus mangelnde Relevanz und Qualität der Inhalte. Die Investition in humane Texter, Lektorinnen und Übersetzerinnen lohnt sich daher auch aus Sicht der Suchmaschine.
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